Bali – Unser erstes Abenteuer (17.08.-24.08.2017)

Eine Woche sind wir mittlerweile auf Weltreise und es fühlt sich immer noch wie Urlaub an, der in einer Woche endet. Wie kann es auch anders sein. Bali ist der perfekte Ort um entspannten Urlaub zu machen. Innerhalb der letzten Tage konnten wir schon viele Eindrücke sammeln, von denen wir euch gern berichten möchten.

Gestartet haben wir unsere Reise in Frankfurt am Main. Nach einem tränenreichen Abschied von unserer Familie ließen wir es uns erstmal in der Airport Lounge gutgehen. Bestimmt kennt jeder dieses Gefühl des ewigen Wartens auf den unbequemen Stühlen des Flughafens bis endlich das Flugpersonal zum Boarding aufruft. Eigentlich der nervigste Teil der ganzen Prozedur, den wir geschickt mit der American Express Platinum Karte umgegangen sind. Mithilfe des Priority Passes können wir in jeglichen Airport Lounges kostenlos essen und trinken – ein Traum für Vielflieger.

In Bali angekommen, überrannten uns erst einmal tausende von Taxifahrern mit ihren erhöhten Preisen. Zum Glück fanden wir einen netten und günstigen Driver, der uns direkt in unser Studio brachte. Bekanntermaßen zählt ja der erste Eindruck. Der erste Eindruck von unserer Unterkunft war jedoch alles andere als einladend: Seitengasse, dunkel, Baustelle. Na toll. Doch was sich hinter der Eingangstür befand, übertraf unsere Erwartungen. Eine kleine Oase der Ruhe und Entspannung, gefühlt fern ab vom Trubel Kutas, verbarg sich hinter den Toren des Kuta Studios. Um den Jetlag zu umgehen, stürzten wir uns anschließend, zunächst zu Fuß, in den wilden Stadtverkehr. Diesen kann man nur mit einem Wort beschreiben: chaotisch. Verkehrsregeln? Fehlanzeige. Selbst der Kreisverkehr der Franzosen ist nichts im Vergleich zu dem Kreisverkehr am Denpasarer Flughafen. Doch noch einer Woche Bali haben auch wir schon die ein oder andere „Verkehrsregel“ verstanden. Als Beispiel: Hupe, wenn du um eine Kurve fährst oder wenn du irgendjemanden mitteilen möchtest, das du ihn überholen wirst.

Um dem ganzen Verkehrstrubel zu umgehen, gönnten wir uns darauf einen Strandtag. Wir legten gleich mit einem Surfkurs los, der unendlich viel Spaß machte. Am Kuta Beach gibt es zahlreiche Surfanbieter, sodass man tatsächlich die Qual der Wahl hat. Wir haben uns für die Surfschule entschieden, bei der bereits Kris und Nathalie waren.

Am darauffolgenden Tag starteten wir mit unserem ersten großen Ausflug. Erstes Ziel war der Tempel „Taman Ayun“, der Tempel des schwimmenden Gardens. Der Tempel liegt im Bezirk Badung und gilt als einer der Schönsten der Insel. Wir erlebten den Ort als sehr harmonisch und entspannt. Anders als erwartet, kommen hier nicht Scharrenweise Touristenbusse an, was dem ganzen mehr Ruhe verleiht. Außerdem stand auf unserer To-Do-Liste der „Pura Tanah Lot“ – auf deutsch auch „Meerestempel“. Wir hatten uns dazu entschlossen, hier den Sonnenuntergang zu erleben und wir können nur sagen: absolut empfehlenswert. Die Umgebung, in der sich der Tempel befindet, ist einfach unglaublich.

Unser zweiter großer Ausflug ging nach und in die Umgebung von Ubud. Als erstes besuchten wir den Holy Spring Water Temple „Pura Tirta Empul“. Dieser ist einer von Balis heiligsten und wichtigsten Tempelanlagen und ist vor allem wegen des heiligen Quellwassers bekannt. Gläubige und Touristen kommen hierher, um sich zu reinigen und von Krankheiten zu befreien. Jede einzelne Fontäne soll dabei für eine ganz bestimmte Aufgabenstellung zuständig sein, die genaue Zuordnung ist aber bis heute nicht bekannt. Angeblich sollen die letzten beiden zur Reinigung der Toten dienen. Natürlich haben auch wir uns diese Chance nicht entgehen lassen und unter strahlendem Sonnenschein eine Abkühlung und Reinigung im „Holy Spring“ genossen.

Wer nach Bali reist, sollte sich auf alle Fälle Reisterrassen ansehen. Wir haben uns für die Reisterrassen in Tegalalang entschieden, die wohl die meistbesuchtesten auf Bali sind. Yannick hat sich vor Ort den teuersten Kaffee der Welt gegönnt – den „Kopi Luwak“ (Die Tasse kostet ca. 3 Euro). Dieser entsteht aus den Bohnen, die der Kot von Schleichkatzen enthält. Klingt zwar eklig, schmeckt aber tatsächlich lecker. Letzte Station unseres Ausflugs war der „Sacred Monkey Forest“ in Ubud, den wir leider nicht weiterempfehlen würden. Denn irgendwie mochten uns die Affen nicht. Es fing schon damit an, dass wir vor der Kasse von einem Affen angepinkelt worden, sodass wir dachten es regnet. Erstes Zeichen: Geht lieber nicht hinein. Highlight des Ganzen war dann der Affenangriff auf Yannicks Rucksack, der uns schnurstracks unserer Hygienegel stahl, welches sich in einer versteckten Seitentasche befand. Insgesamt wirkten die Affen auf uns zu menschenzahm, sodass sie jegliche Hemmung verloren. Im Gegensatz zu einigen anderen Besuchern wurden wir zum Glück nicht gebissen, aber der Moment in dem ein großes Affenmännchen seine Zähne vor uns fletschte, wussten wir, jetzt ist der richtige Zeitpunkt zu gehen.

Ansonsten besteht unser Tag aus Relaxen am eigenen Homestay-Pool oder am Strand, viel essen, Yoga-Kursen besuchen und natürlich dem Weiterplanen unserer Reise. So werden wir demnächst bald eine Rafting-Tour machen, Tauchen gehen und die Insel Nusa Penida besuchen.

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