Lombok – Der ungeschliffene Diamant

Am 27.09. starteten wir unseren Ausflug nach Lombok. Lombok ist eine Insel östlich von Bali. Bisher stellt Bali diese wunderschöne Insel noch in den Schatten. Doch eigentlich braucht sie sich hinter Bali nicht verstecken. Besonders bei den deutschen Touristen wird die Insel immer beliebter, gerade auch weil sich hier wunderschöne, einsame Strände auffinden lassen. Um von Bali nach Lombok zu kommen, gibt es viele Möglichkeiten. Die günstigste Variante ist mit der Fähre (3€) zu fahren, die beiden teureren Varianten sind Speedboatund Flugzeug. 

Wir entschieden uns für Ersteres -  immerhin hatten wir unsere Travelmates Marvin und Tine[1] an Bord, mit denen die Zeit bestimmt wie im Fluge vergehen wird. Ok, wie im Flug ist die Zeit dann nicht vergangen. Gewiss sind 5 Stunden Fähre fahren ohne Proviant (außer Trockenreis, Kinder Bueno und Schokolade) und mit Affenhitze kein einfacheres Los. Allerdings hatte die Fahrt auch was positives, denn wir waren mitten unter den Locals und konnten so ein wenig mehr über die Kultur erfahren. Nachdem wir dann endlich in Lombok am Hafen ankamen, stand die nächste Frage im Raum: Wie kommen wir in den anderthalb Stunden entfernten Süden von Lombok? Nach kleinen Verhandlungen fanden wir dann zum Glück einen Fahrer, der uns zu einem fairen Preis nach Kuta brachte. Problem dabei war nur das Gepäck, denn dieses passte nicht mehr in den Wagen. „Kein Problem“, dachte sich der Fahrer, „dann schnüren wir das Gepäck einfach auf das Dach“. Bitte was? Wie soll das denn halten? Wir sahen unsere beiden Rucksäcke schon auf den Straßen Lomboks liegen. Doch anscheinend hatte unser Fahrer damit Erfahrungen und band relativ sicher unser Gepäck auf das Autodach. Leider war der Fahrstil des Fahrers alles andere als seriös, sodass wir nochmals bei diversen Überholmanövern ins Schwitzen kamen. Im „Kuta Circel Homestay“ angekommen, wurden wir dann herzlich empfangen. Wir entschieden uns zunächst erst einmal dafür, nur eine Nacht hier zu bleiben, da uns die Unterkunft nicht wirklich umhaute. Diese Entscheidung revidierten wir am nächsten Tag jedoch relativ schnell, da wir erkennen mussten, dass wir passend zu unserem Geldbeutel keine bessere Unterkunft finden werden. Auf kaltes Duschen hatten wir dennoch keine Lust. Also fragten wir im Hotel nach einem Upgrade, quasi für warmes Wasser. So erhielten wir zwei Zimmer im neuen Gebäude und alle waren rundum

 zufrieden. Selbstverständlich mieteten wir uns auch einen Roller, damit wir die Insel auf eigener Faust erkunden konnten. Unser erstes Ziel war der traumhafte Strand „Tanjung Aan“. Selbst unsere Travelmates Marvin und Tina waren von diesem Strand überwältigt und diese Tatsache muss schon was heißen (sie haben 11 Monate Neuseeland hinter sich).

So einen wunderschönen Beach haben wir in ganz Indonesien noch nicht gefunden. Wie immer spielten wir unser legendäres Spiel „Durak“ am Strand, welches wir ununterbrochen auf Lombok zockten. Ebenfalls haben wir den „Kuta Beach“, „Selong Belanak“, „Mawun Beach“ und „Lancing Beach“  besucht. Auf unserem Weg zum „Selong Belanak“ haben wir außerdem eine Fledermaus-Höhle angesehen. Yannick und Marvin fanden dabei besonders toll, dass sie kniehoch in Fledermausscheiße steckten. Dieses Vergnügen haben sich Tine und ich erspart. Beim „Selong Belanak“ angekommen, haben wir festgestellt, dass an diesem Strand der Tourismus bereits angekommen ist. Unzählige Surfschulen, kleine Restaurants (Warungs) und Liegenverkäufer gaben einem an diesem Strand wieder das Gefühl auf Bali zu sein. Der weiße Sand war fast so schön wie am „Tanjung Aan“, trotzdem wünschten wir uns in diesem Moment wieder an diesem Strand zu sein. Also machten wir uns nach einem kurzen Mittagessen wieder auf den Weg zu einem weiteren Strand. Der „Mawun Beach“ war unser nächstes Ziel. Ein relativ einfacher Strand, welcher für seine schönen Surfspots bekannt ist.

Am Abend suchten wir uns ein gutes Frischrestaurant. Dabei ließen es sich Tine, Yannick und Marvin nicht entgehen, die Zubereitung des schönen Regenbogenfisches live zu erleben. Ich hingegen konnte nicht zu sehen, wie dieser wunderschöne Fisch filetiert wird. Immerhin ist dies einer meiner Lieblingsfische Unterwasser. Doch leider muss ich gestehen, dass der Fisch nachdem er gebraten wurde eine echte Delikatesse war.

Ein weiteres absolutes Highlight des Trips ist der Song, den Yannick und Marvin geschrieben haben. Nachdem wir tagelang von Marvins Musik begleitet wurden und einige seiner selbst geschriebenen Songs gehört haben, entschlossen die beiden tief in der Nacht einen Song über unser Kennenlernen und den Lomboktrip zu komponieren. Der Song trägt den Titel “Hongkong ade” und ist auf unserer Lombokseite anzuschauen. Wer die Textzeilen verstehen möchte, muss sich spätesten jetzt den Reiseblog von Marvin und Tine durchlesen (unten befinden sich der Link.

Für die Rückkehr nach Bali entschieden wir uns gegen eine weiteren Trip auf der Fähre und flogen für 30 € pro Person zurück nach Denpasar. Hier begann unser neues Abenteuer bzw. eine sehr schöne und entspannte Woche in der Villa mit unseren Freunden Jan und Anika. Diese sind für 2 Wochen auf Bali im Urlaub. Tine und Marvin begleiteten uns noch einen Tag in der Villa und traten dann tatsächlich ihre Rückreise nach Deutschland an. Wir freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen!

[1]  Eigentlich sollten Marvin und Tine zu diesem Zeitpunkt auf dem Weg nach Hongkong sein. Jedoch lief bei den beiden einiges schief, sodass sie spontan entschieden haben uns auf unserer Reise nach Lombok zu begleiten. Wer mehr über diese Story erfahren möchte, klickt auf http://dietini87.wixsite.com/home/single-post/2017/09/30/Am-Ende-kommt-alles-anders-als-man-denkt

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