Familienbesuch – Wie man sich erst am Flughafen kennenlernen und trotzdem einen traumhaften Urlaub zusammen verbringen kann

Wie alles anfing:

Alles fing im Sommer mit der Überlegung an, dass wir uns doch auf unserer Reise über Besuch freuen würden. Also startete die Planung. Wer würde alles mitkommen? Direkt meldeten sich meine Eltern und Tenys Papa. Neben den Whatsapp-Familiengruppen fragten wir auch Freunde und bestimmten ein fixes Datum. Am Ende passte es auch für Tenys Freundin Claudia, meine Cousine Linda und ihren Mann Christoph und unsere Balkonfreundin und Nachbarin Annette. Diese saß zufällig beim Kaffeetrinken mit meiner Mutter auf dem Balkon, als ich die Flüge buchen wollte. Schnell war der Ort bestimmt, eine Villa gebucht und die Reiseplanung konnte für alle beginnen...

Was vorab in Deutschland geschah:

Bevor die Reise starten konnte, musste eine Lösung für Christophs Flugangst her. Zum Glück war in der Reisegruppe eine Krankenschwester mit an Bord, die Christoph mit Rat und Tat beiseite stehen konnte. Im Flieger selbst halfen doch auch keine Medikamente mehr. Doch Christoph schlug sich tapfer.

Natürlich schickten wir auch eine große Bestellung ab, was die Familie alles von Deutschland mitbringen sollte. Zwar ist Asien super günstig, allerdings sind Drogerieprodukte überteuert. Dementsprechend schwer war auch das Gepäck unserer Besucher, sodass einige der bestellten Nutella-Gläser und Weine zu Hause bleiben mussten.

Am Frankfurter Flughafen angekommen, lernten sich manche das erste Mal kennen. Als alle gemeinsam durch die Sicherheitskontrolle gelaufen sind, wurde mein Dad auf Sprengstoff untersucht und musste jedes seiner Medikamente mit den Beamten besprechen. Am Ende des Prozedere wurde sich für die Unannehmlichkeiten entschuldigt und der Reise nach Phuket stand nichts mehr im Weg...

Unsere Stunden vor Ankunft unseres lang ersehnten Besuches:

Endlich war es soweit. Die Familie kommt uns besuchen und wir waren schon ganz aufgeregt. Selbstverständlich gönnten wir uns in Bangkok noch drei Stunden Lounge-Aufenthalt, bevor es in den Flieger nach Phuket ging. Eigentlich wollten wir direkt vom Flughafen in die Villa fahren, damit alles vorab geklärt werden konnte. Jedoch entschieden wir uns spontan unseren Besuch am Flughafen inklusive Willkommensschild zu begrüßen. Und diese Entscheidung haben wir definitiv nicht bereut.

Endlich sind sie da:

So standen wir vor den Toren des Ausgangsbereichs und warteten ungeduldig bis wir endlich die Gesichter unseres Besuches erblickten. Wir konnten es kaum fassen. Sie waren hier bei uns. Nach einer tränenreichen Begrüßung gönnten wir uns erst einmal ein kühles Bierchen, bevor es mit dem Privattaxi in den Süden von Phuket ging.

Erste Herausforderungen:

Als erstes stellte sich die Frage, wer mit wem ein Zimmer teilt. Eigentlich keine schwierige Entscheidung, wäre da nicht das Schnarcher-Problem der Familie Op. René bevorzugte deshalb lieber die Couch als mit Yannick und Manfred in einem Zimmer zu schlafen. Auch Annette war skeptisch, denn sie wusste von den nächtlichen Geräuschen Margits. Doch mit Ohropax konnte sie einigermaßen die Nächte „überstehen“.

Zum Schluss noch unsere Highlights und Momente, die wir so schnell nicht vergessen werden:

  • Traumvilla: Das Haus war super schön. Alle fühlten sich von der ersten Minute an pudelwohl.
  • Hausstrand mit Schwein: Nur wenige Gehminuten von unserer Villa entfernt, hatten wir einen gemütlichen Strand („Laem Ka Beach“). Witzigerweise lebten hier zwei neugierige Schweine, wie man es eigentlich nur von den Bahamas kennt.
  • Ralf der Roller- und Barbesitzer: Gleich am ersten Tag suchten wir Roller und trafen dabei auf den deutschen Ralf, der eine thailändische Freundin hatte. Mit der Zeit stellten wir fest, dass seine Bar mehr als eine Bar war (gruselig). Willkommen im Sextourismus von Phuket.
  • Das erste Mal feiern: Gleich am zweiten Abend gingen wir zu Ralf in die Bar und verbrachten dort einen fröhlichen Abend mit ausreichend Bier und Wein. Ich übte mich als DJ und Barbesitzer und am Ende mussten wir es ordnungsgemäß natürlich gleich wieder übertreiben. Wir saßen bis 4 Uhr morgens lautstark bei uns am Pool und sorgten damit für die erste schlaflose Nacht und schlechte Laune bei den anderen.
  • Sonnenuntergänge: Auch auf Phuket sind die Sonnenuntergängen traumhaft. Den ersten gemeinsamen Sonnenuntergang erlebten wir in einem Restaurant auf den Klippen von Karon. Auch war der Sonnenuntergang am Nai Harn Beach atemberaubend.
  • Rollertrip: Das wir zu neunt eine Rollertour starten würden, hätten wir im Traum nicht gedacht. Aber selbst meine Mutter hatte nach anfänglicher Skepsis sichtlichen Spaß auf zwei Rädern. Also fuhren wir neun aufgeteilt auf fünf Roller quer durch Phuket. Erst die Aussichtsplattform, dann zum Big Buddha und am Ende noch zum bekanntesten Tempel Phukets.
  • Alt ausgesehen in der Altstadt: In der Hoffnung auf riesige Märkte und viel Tourismus machten wir uns einen Abend auf den Weg in die Altstadt. Der Taxifahrer wies uns bereits darauf hin, dass am Zielort nichts los seien wird und rettete uns mit einem Mininachtmarkt den Abend. Unterm Strich war das der Einzige nicht so gut gelaufene Abend. Alle haben es mit Humor genommen und wir saßen am Ende länger im Taxi, als das wir den Markt besucht hatten.
  • Der richtige Nachtmarkt: Hier hieß es nach überstandenem Regenschauer, Shoppingrausch für alle. Claudia und Annette waren die Shoppingqueens. Unterm Strich haben aber alle hier ordentlich zugeschlagen. Die glücklichen Gesichter auf dem Weg nach Hause werden wir nie vergessen.
  • Die Spa gegenüber: Im Vergleich zu den normalen Massagestudios machte die Spa direkt gegenüber mit dem besonders schönen Ambiente bereits von außen auf sich aufmerksam. Ein kleiner Pool, Hängematte, schöne Sitzgelegenheiten und unzählige Räume drinnen und draußen. Zunächst ließen die ersten sich hier massieren, dann fanden wir herraus, wie gut deren Küche ist und am Ende hatten wir hier die größte und lustigste Privatparty der gesamten Zeit. Tanzen und trinken mit den Mitarbeiterinnen sorgten dafür, dass Linda, Christoph und ich am Ende noch in den Pool gesprungen sind.
  • Erlebnisausflug: Rafting, Zipline, Elephantenbaden und die riesen Rutsche. Einfach ein rundum cooler Tag auf dem Festland. Lediglich die 5 Stunden im Bus waren anstrengend
  • Besuch aus Deutschland: Julia, eine alte Freundin der Familie war zufällig gleichzeitig mit uns in Phuket und besuchte uns an einem Abend. David, ein Freund von mir, mit dem ich in Herten Basketball gespielt habe, besuchte uns mit seiner Freundin Babsi. Die beiden haben Teny und ich später auch nochmal in Krabi getroffen.
  • Depri als die Familie weggegangen ist bzw. wir wussten es neigt sich dem Ende zu: Gemeinsam Weihnachten feiern war sehr schön und mit meinen Eltern Heiligabend im Meer schwimmen zu gehen, wird sich vermutlich auch nicht so schnell wiederholen (wir wollen die nächsten Jahre Heiligabend in Deutschland verbringen...). Trotzdem fielen uns die letzten 2 Tage und besonders der Abschied am Flughafen sehr schwer. In der Zeit haben wir uns ständig gefragt, warum wir diese Reise eigentlich machen. Eine Sache hat dieses Erlebnis auf jeden Fall gebracht und zwar die Gewissheit, das wir nicht dauerhaft auf einem anderen Kontinent leben könnten. Dazu hängen wir beide zu sehr an unseren Familien.

Wir haben binnen dieser zwei Wochen so viele tolle und witzige Momente erlebt und freuen uns jetzt schon auf die Gespräche mit der Phuketbande beim Thailänder nächsten Sommer. Jetzt sitzen und genießen wir noch die letzten 2 Wochen auf den verschiedenen Inseln in Thailand und dann geht es mit Zwischenstopp in Singapur und Bali endlich nach Australien.

Liebe Grüße

Die Weltreisejaeger

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