Unser Roadtrip von Cairns nach Brisbane

Endlich war es soweit. Nach 5 Monaten verließen wir Asien und das Abenteuer mit unserem Campervan konnte losgehen.Übermüdet landeten wir am 20. Januar 2018 am Airport von Cairns, wo uns frühmorgens die australische Polizei zur Gepäckkontrolle begrüßte. Hier merkte man gleich, dass man nicht mehr in Asien unterwegs war. „Was haben Sie vor?“ und „Wann wollen Sie das Land verlassen?“ waren die ersten Fragen, die uns eine Polizeibeamtin stellte – herzliche Begrüßung. Auch war es völlig umsonst unseren Rucksack so sorgfältig zu packen, denn der Zoll scheuchte sich nicht unser Hab und Gut samt Unterwäsche auf den Tisch zu präsentieren und ihn zu durchstöbern. Nachdem wir diese Kontrolle erfolgreich überstanden hatten, mussten wir vom Flughafen zur Abholstadion unseres Campervans fahren. Diese machte natürlich erst 2 Stunden nach unserer Ankunft auf. Dementsprechend suchten wir uns ein naheliegendes Einkaufszentrum, um die Wucherpreise von Australien zu bestaunen. In ein Cafe´ gehen und dort lecker frühstücken, war ab sofort nicht mehr im Budget drin. Daran mussten wir uns zunächst einmal gewöhnen...An der Abholstadion angekommen, begrüßte uns typischerweise ein deutscher Mitarbeiter. Für alle die es nicht wissen, Australien ist überlaufen von Deutschen. Eigentlich vermuteten wir für den Preis des Campers einen Luxusvan. Doch was uns erwartete war eine Schrottmühle. Die besten Jahre hatte dieses Auto definitiv schon lange hinter sich. Also was sollten wir nun tun? Augen zu und durch oder mit ein bisschen Augenzwinkern und ein wenig Verhandlungsgeschick einen besseren Waagen ergattern. Wir entscheiden uns für letzteres und erhielten einen neueren Campervan. Jetzt konnte die Fahrt starten. Erste Station: Parkplatz zum Schlafen :D. Irgendwie waren wir so fertig vom Nachtflug, dass wir die erste Nacht auf einem Campingplatz in Cairns verbrachten und wir uns hier eine Reiseroute für die nächsten zwei Wochen überlegten. Leider waren wir super enttäuscht vom Wetter, denn Regen stand für die ersten Tage an der Tagesordnung. Doch da mussten wir Verwöhnten einfach durch.

Zweite Station war Cape Tribulation und dies war unser persönliches Highlight auf unserer Ostküsten-Tour. Cape Tribulation ist eine Landzunge nördlich von Cairns und ist aufgrund der Kombination Great Barrier Reef und Regenwald so besonders. Im Regenwald machten wir bei strömenden Regen, wie es sich eben für einen Regenwald gehört, eine Zipline-Tour. 24 Meter über den Erdboden surften wir von Baum zu Baum. Ein Abenteuer, was wohl unvergessen bleibt. Weiter ging unsere wilde Fahrt nach Port Douglas, eine kleine verschlafene Küstenstadt. Port Douglas ist bekannt für seine Ausflüge zum Great Barrier Reef und für uns als Taucher sollte das größte Korallenriff der Erde eigentlich ein „Have to do“ sein. Doch schweren Herzens mussten wir uns an dieser Stelle dagegen entscheiden, da das Wetter schlichtweg nicht auf unserer Seite war. So erkundeten wir zu Fuß das kleine Örtchen und machten Ausschau nach Krokodilen. „Leider“ ohne Erfolg. Und dann schlich sich ein wenig die Enttäuschung ein...Wir hatten das Gefühl, dass wir uns für nichts mehr begeistern konnten. Wir waren bzw. sind so fasziniert von Asien und hatten dann so große Erwartungen an Australien, dass Australien eigentlich nur verlieren konnte. Doch Townsville rettete uns, denn das Wetter wurde Richtung Süden immer besser und wir besuchten eine Auffangstadion für Tiere. Hier sahen wir das erste Mal Kängurus, die man füttern konnte und kuschelige Koalas. Yannick war auch völlig begeistert von den riesigen Krokodilen, die einen nicht selten in freier Wildbahn in Australien über den Weg laufen können. Weiter ging die Fahrt zum Airlie Beach, wo wir eigentlich einen Ausflug zum Whitehaven Beach machen wollten. Doch wer kam uns in die Quere? Na klar – das Wetter. Aber Airlie Beach mit seiner Lagune hat uns auch sehr gut gefallen und war eine klitzekleine Entschädigung für den verpassten Traumstrand. Als nächstes stand Rockhampton an. Doch als wir das erste Mal in Australien blauen Himmel hatten, mussten wir am Clairview halt machen und dort für eine Nacht direkt am Meer campen. Hier verbrachten wir auch den „Australia Day“ - Australiens offizieller Nationalfeiertag. In Rockhampton angekommen, fuhren wir hoch zum Mount Archer. Von dort hatte man einen tollen Blick auf die Stadt. Am nächsten Morgen ging es dann mit der Fähre zu den Keppel Islands, um am Strand zu relaxen und ein wenig am Great Barrier Reef zu schnorcheln. Die Insel gefiel uns sehr gut, da die Strände einfach traumhaft sind und sie nicht von Menschen überfüllt waren. Ein weiterer Grund, warum wir diese Insel wohl nie vergessen werden, war die Wanderung zum Monkey Beach. Nein dieses Mal haben uns keine Affen angepinkelt und attackiert (damals Bali), aber wir hatten mega Angst vor gefährlichen Schlangen. Und warum diese Panik? Nur weil ein Australier sich wichtig tun wollte und uns darauf aufmerksam machte. So stiefelten wir mutterseelenallein durch den Dschungel von Keppel Island mit dem Wissen, dass auf uns giftige Schlangen warten. Doch wie sagt man: „Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird“ und siehe da, wir haben nicht mal ein Insekt auf den Boden gefunden. Der Monkey Beach selbst ist bekannt für seinen schönen Schnorchelspot. Doch wir waren eher enttäuscht. Fische ja, bunte Korallen nein. Nächster kleiner Stop war die Geburtsstätte der Autorin von „Mary Poppins“ Maryborough. Ins Museum sind wir Kulturbanausen zwar nicht gegangen, aber die Statur und das Geburtshaus von P.L. Travers sahen wir uns an. Neben Airlie Beach als Ort gefiel uns auch Noosa sehr gut. Gemütliche Stadt mit netter Promenade. Hier entdeckten wir einen deutschen Supermarkt: Aldi. Wir freuten uns riesig und fühlten uns direkt wie zu Hause. Natürlich mussten wir auch sofort Opa Wolfi ein Bild schicken, dem wohl größten Aldi-Fan. Am nächsten Tag machten wir uns auf zur Fraser Island – die größte Sandinsel der Welt. Mit einem großen 4-Wheel-Drive-Bus sind wir über die Sandpisten Fraser Islands gedüst, haben im kristallblauen Wassers von Lake McKenzie gebadet und sind im Regenwaldparadies wandern gegangen. Insgesamt ein schöner Ausflug. Unser letzter großer Stopp vor Brisbane war die Gold Coast. Hier trafen wir witzigerweise auf einige Stars vom Dschungelcamp, die direkt am Strand von RTL interviewt wurden. Ein Foto mit ihnen haben wir uns erspart, denn wer kennt schon diese angeblichen Stars. Die Cold Coast an für sich fanden wir richtig cool. Langer Sandstrand, perfekte Wellen zum Surfen und im Hintergrund die Skyline. Am Freitag (02.02.18) haben wir unseren kleinen „Durri“ (so tauften wir unseren Van, denn wir haben beim Wichteln mit der Familie in Phuket die Stinkefrucht Durian als Gummitier geschenkt bekommen) in Brisbane abgegeben und erkunden jetzt ein wenig Brisbane.

Insgesamt hat uns der Roadtrip gut gefallen, auch wenn wir ab und zu ein wenig genervt vom Wetter waren. Landschaftlich hat uns die Ostküste Australiens nicht umgehauen. Dafür haben wir wahrscheinlich schon zu viele schöne Strände, Wasserfälle und Tropenwälder in Asien gesehen. Jetzt freuen wir uns aber auf die Städte von Australien und sind besonders auf Melbourne und Sydney gespannt. Ob die Städte Singapur toppen können, erfahrt ihr im nächsten Bericht.

Eure Weltreisejaeger

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